100 Jahre FeG Berlin-Adlershof

Am 13. Und 14. September 2014 durften wir 100 Jahre Gemeinde Berlin-Adlershof feiern. Was einst mit einem Hauskreis begann, hat Gott zu einer beständigen Glaubensgemeinschaft wachsen lassen. Jesus ist das Zentrum unserer Geschichte, ja wir loben ihn und beten ihn an, wenn wir in Gemeinschaft sind. Getragen von ihm, haben Adlershofer Gäste, langjährige Freunde der Gemeinde und auch der eigens angereiste Besuch aus unserer holländischen Partnergemeinde in Nijverdal, zu einem lebendigen Fest beigetragen. Wir eröffneten am Samstag das Wochenende mit einem Grillfest zum Sommerausklang und anschließendem Gospelkonzert mit dem Chor SOUNDS OF JOY. Bei einem abwechslungsreichen Festgottesdienst am Sonntag tauchten wir in ein bewegtes Jahrhundert ein. Überbrachte Glückwünsche und Geschenke, eine Festpredigt, arrangierte Musik sowie ein Zeitzeugenbericht, wurden umgeben von Dankbarkeit und Freude. Abschließend konnten sich alle Besucher bei einem Imbiss auf dem Gemeindegrundstück verwöhnen lassen oder einen Abstecher in ein für das Wochenende extra gestaltetes „Museum“ im Gemeindehaus machen. Dort trafen Vergangenheit und Gegenwart sichtbar aufeinander. Wir sagen Danke an jeden Einzelnen, der dazu beigetragen hat, dass dieses Wochenende zu einem Erlebnis der Begegnung wurde. Vielleicht war dies auch für den einen oder anderen Besucher der Beginn, unsere Gemeinde bei einer der anderen Veranstaltungen zu besuchen. Schauen Sie einfach im Gemeindebrief nach, wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Lebe wertvoll, ihre/deine Gemeinde in Adlershof.

Bild Gemeindetag 20. Juni 2010

Unsere Schwedenkirche in Berlin-Adlershof

Im Jahr 2009 konnten wir auf 60 Jahre in unserer Schwedenkapelle zurücksehen. Dazu folgender Text aus unserem Gemeindebrief:

Seit sechs Jahrzehnten benutzt unsere Gemeinde die Räume der Schwedenkapelle für Gottesdienste und Veranstaltungen. Dies soll ein Anlaß sein, mit Dank auf die Anfänge dieses Hauses zurück zu blicken. Schon in den 1920er Jahren wurde in der Gemeinde überlegt, ein Grundstück zu erwerben und eine Bau-Kasse anzulegen. Aber erst Ende der 1930er Jahre fing man an, dafür Geld zu sammeln, weil die Gemeinde in sehr einfachen Verhältnissen lebte. 1938 wurde die Raumfrage dringender, weil der Eigentümer des Hauses in der Radickestr. 26 Eigenbedarf anmeldete, aber auch für die wachsende Gemeinde die Räumlichkeiten zu eng wurden.

Am 1. Juli 1941 konnte ein Kauf realisiert werden, kurz vor dem Verbot, Grundstücke zu erwerben. In der Handjerystr. 29/31 befand sich dieses Doppelgrundstück. Im Berliner Mitteilungsblatt ist im September 1941 u.a. zu lesen: „Mit der Übernahme des Baugrundstücks gehen wir eine Bauverpflichtung ein, die nach dem Kriegsende zu erfüllen ist. Wir vertrauen dem Herrn, das er uns die nötigen Mittel darreichen wird.“

Die Beziehungen zu den Schweden wurden durch Werner Schnepper (Prediger in Tempelhof 1927) durch Kontakte zu den FeG's in Skandinavien aufgebaut. 1936 besuchte uns vom schwedischen Missionsbund Axel Anderson. Augustinus Keijer, Jugendsekretär, später Lehrer am Predigerseminar, förderte seit 1932 die internationale Zusammenarbeit der FeG's. (Durch ihn entsand der Internationale Bund).

Nach Kriegsende kamen A. Keijer und Einar Rimmerfors nach Deutschland. Durch das schwedische Hilfswerk und die Kontakte Walter Böhmes (seit 1939 Prediger in Adlershof) zu ihnen, erhielten wir nicht nur Lebensmittel (u.a.Heringe) und Textilien, sondern ein besonderes Geschenk: Am 23.12.1947 bekamen wir ein Telegramm aus Stockholm mit der Ankündigung einer Holzkirche in 3 Wagggons.

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Die Baulizenz bekamen wir erst am 28.9.1948. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden für die Grundmauern 42.000 Klinkersteine vom Johannisthaler Flugplatz, von einem zerbommten Hangar geholt. Beim Ausschachten und Steineputzen half nicht nur die Gemeindejugend, sondern auch aus Moabit kam tatkräftige Hilfe. Da musste öfters mal eine Nachtwache gestellt werden, damit die geputzten Steine nicht gestohlen wurden.

Am 24.11.1948 wurde der Grundstein gelegt. Die Projektierung sowie der Bau lag in den Händen der Adlershofer Baugenossenschaft. Zweimal musste der Einweihungs-Termin verschoben werden. Kurz davor wurde ein fehlendes Lichtkabel zum Problem. Gott tat ein Wunder: Die Gemeinde bekam ein Kabel, Anschlüsse und Zähler in 9 Tagen.

Die Einweihung erfolgte am 28. August 1949. Vor der Saalfront grüßte das Verheißungswort: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“(Lukas 8,50) die Besucher. Ein Festchor aus allen Berliner Gemeinden wurde von Adolf Nitsch zusammengestellt. Aus Schweden war leider keiner dabei. Das Einladungs-Telegramm an das Komitee der schwedischen FeG's wurde mit einem Gruß-Telegramm beantwortet.

Nach der Einweihungs-Feier gab es noch eine siebentägige Evangelisation mit den Brüdern Plaum und Wilhelm Gilbert.

Klaus Ortmann

Hier können Sie die Festschrift 90 Jahre FeG Adlershof, die 2005 herausgegeben wurde, ansehen und herunterladen

feg_ahof_90_rgb.pdf (15,2 MB)